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Mittwoch, 8. November 2017

Das Mysterium der Buße - Erzpriester Sergius Heitz



ORTHODOX HEART SITES


Das Mysterium der Buße - Erzpriester Sergius Heitz

Quelle:

http://www.orthodoxie-in-deutschland.de

http://www.orthodoxie-in-deutschland.de/03_textsammlung/vater_sergius_heitz/mysterium_busse.html

ORTHODOXIE IN DEUTSCHLAND

Es ist das Kennzeichen eines jeden Mysteriums (Sakramentes) der Kirche, daß in seiner Feier die Gläubigen hineingenommen werden in das Erlösungsgeschehen von Kreuz und Auferste­hung Christi durch den Heiligen Geist. So sind Tod und Aufer­stehung Christi das grundlegende österliche Mysterium, auf dem alle anderen Mysterien beruhen: die Taufe als Mitbegrabenwerden und Mitauferstehen mit Christus (Rm 6,3-4; Gal 3,27), die Myronsalbung als Begabung und Versiegelung mit dem Heiligen Geist (2 Kor 1,21-22), die Teilnahme an der Eucharistie und an der Vereinigung mit dem allreinen Leib und dem kostbaren Blut Christi als Aktualisierung der Vereinigung mit dem gekreuzigten, auferstandenen und erhöhten Herrn, das Gebet als Verharren in der Gemeinschaft mit diesem Herrn im Alltag (Kol 4,2; l Th 5,17), die Buße als Wiederverei­nigung des aus der Christusgemeinschaft Herausgefallenen, die Krankensalbung als Stärkung des an Leib und Seele Ge­schwächten, die Ehekrönung als Stiftung der abbildlichen Ge­meinschaft zwischen den Ehegatten, die Weihen als Bevoll­mächtigung zur sakramentalen Verkündigung von Kreuz und Auferstehung Christi.

Die Buße ist also nicht isoliert zu sehen; sie ist vielmehr ein Aspekt des österlichen Mysteriums. Das eine österliche Licht wird gebrochen in die verschiedenen Farben des Regenbogens. Das bedeutet, daß die Buße nicht in erster Linie von der Moral oder von Schuld, Gericht und Strafe her betrachtet werden kann. Sie ist vielmehr zu verstehen als ein notwendiges Mo­ment der Heilung und des Heilwerdens, sowie des wachsenden Anteilbekommens an der Verherrlichung des Auferstandenen.

So sind auch Gebrauch und Einsetzung dieses Sakramentes nicht in erster Linie juridisch zu verstehen. Denn nicht nur Mt 18,18 und 16,18, sondern ebenso Joh 20,21-23 ist dafür konstitutiv:

„ ,Gleich wie Mich der Vater gesandt hat, so sende Ich euch.‘ Und da Er das gesagt hatte, hauchte Er sie an und sprach zu ihnen: ,Empfanget den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen. Und denen ihr sie be­haltet, denen sind sie behalten.‘„

An diesem Text ist ein Dreifaches besonders wichtig:

a) Es ist der Auferstandene, der die Jünger aussendet und ihnen die Vollmacht erteilt, Sünden zu

Mittwoch, 13. September 2017

Die Buße - Protosingel Atanasije Jevtic


COMING HOME - ORTHODOXY


Die Buße

Protosingel Atanasije Jevtic

Quelle:

http://www.orthodoxie-in-deutschland.de

http://www.orthodoxie-in-deutschland.de/03_textsammlung/bote_roka/atanasije_jevtic_die_busse.html

ORTHODOXIE IN DEUTSCHLAND

Mit freundlicher Genehmigung des Klosters des hl. Hiob von Počaev veröffentlicht.
Im Original erschienen in: Bote 1989, 1

Der vorliegende Artikel "zur Buße" stellt die Wiedergabe eines Vortrags von Vater Atanasije auf dem Jugendtreffen 1988 dar. Er wurde nach einer Tonbandaufzeichnung niedergeschrieben und vom Autor nicht überprüft. Wir wollten bewußt möglichst weitgehend die Lebendigkeit des gesprochenen Wortes bewahren, ebenso einige Beispiele und Vergleiche, die in einem wissenschaftlichen Aufsatz nicht am Platze wären, hier aber zum Verständnis beitragen. Wir sind davon überzeugt, daß dieser wohl umfangreiche, aber doch leicht verständliche Artikel unseren Lesern eine Einstimmung in die Fastenzeit vermittelt.

Der Autor, Protosingel Atanasije Jevti{, ist Professor für Kirchengeschichte und Patristik an der Theologischen Fakultät der Serbischen Orthodoxen Kirche in Belgrad und war bereits früher verschiedentlich Gast unserer Diözese. - Red.

Die Buße ist die Grundlage des christlichen neuen Lebens oder des christlichen neuen Daseins, des Daseins in Christus. Daher beginnt auch das Evangelium mit den Worten des Vorläufers: "Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe". Und das erste Wort Christi nach Seiner Taufe war: "Tut Buße und glaubt an das Evangelium".

Doch in unserer Zeit stellt sich die Frage: warum ist Buße notwendig? Vom sozialen Standpunkt aus gesehen ist es unangebracht, von Buße zu sprechen. In der Heiligen Schrift gibt es, zumindest im griechischen Text, zwei Bezeichnungen: metanoia und metamelia. Diese zweite Bezeichnung wird manchmal nicht als Buße übersetzt, sondern als Umdenken. So kann man z. B. sagen: ich wollte nach Frankfurt fahren, doch ich fahre nicht. Das wird in der Heiligen Schrift als metamelia bezeichnet, d.h. es ist einfach eine Veränderung der Absicht. Dies hat keinerlei geistliche Bedeutung. Auf dem Gebiet der Psychologie kann man noch von einer Veränderung des Charakters sprechen, einer Veränderung der eigenen Neurose. Doch in der Psychologie fehlt sowohl bei Adler, als auch bei Freud und sogar bei Jung der Begriff der Bus-se, denn die Buße ist etwas religiöses.

In erster Linie muß man vor jemandem Buße tun, nicht einfach seinen Lebensstil oder sein inneres Gefühl oder Erfahrung ändern, wie etwa in den östlichen Religionen und Kulturen. Man sagt, daß der

Mittwoch, 16. August 2017

Die Einführung der Gottesgebärerin in den Tempel - 21. November


HOLY VIRGIN MARY, MOTHER OF GOD


Die Einführung der Gottesgebärerin in den Tempel

21. November

Furchtbar und unverständlich – die Geisteskraft des Menschen kann es nicht fassen – ist die Tatsache, dass du, indem du das Wort Gottes hörst und dich danach richtest, selig wirst. Das ist die “bessere Wahl” (Lk 10,42), und das ist, was jeder Mensch auf dieser Welt tun sollte. Doch wahrscheinlich widmet man sich und gibt zu etwas anderem sein Selbst. Der Mensch sollte sich zu Christus wenden, sein Wort hören, seine Gebote erfahren und sie einhalten. Wenn der Herr sagt: “Maria hat die bessere Wahl getroffen“, wie wir im Evangelium gehört haben, dann heisst es, dass sie die Wahl auch unter anderen Dingen gehabt hätte.

Nicht nur kann der Mensch etwas anderes als die bessere Wahl treffen – was der Herr als das “eine, das notwendig ist” bezeichnet -, sondern der Mensch scheint so geschaffen zu sein, um ein Wort zu hören. Und wenn er nicht das Wort Gottes hört, dann wird er auf jeden Fall das Wort eines anderen hören. Auch der Widersacher hat ein Wort; er hat auch seine Vorschläge. Und der Mensch hört auf sie.

***

Aus den geistlichen Unterweisungen des Gerontas Symeon,

Kloster der Heiligen Dreiheit, Panorama-Thessaloniki

Quelle:

http://www.orthodoxeeinheit.org

http://www.orthodoxeeinheit.org/geistliches-leben/die-einfuehrung-der-gottesgebaererin-in-den-tempel-2/

ORTHODOXE EINHEIT

Dienstag, 1. August 2017

Schwester Matthaia Osswald, Deutschland: Das lange Abenteuer auf der Suche nach der Wahrheit 


ROMAN CATHOLICS MET ORTHODOXY



Schwester Matthaia Osswald, Deutschland:

Das lange Abenteuer auf der Suche nach der Wahrheit 

Quelle:

http://www.impantokratoros.gr/B6076E60.de.aspx

http://www.impantokratoros.gr/root.de.aspx

HEILIGES KLOSTER PANTOKRATOROS

Die Geschichte erzählt, wie eine röm.-kath. Schwester die Fülle der Wahrheit in der orthodoxen Kirche gefunden hat.

Kindheit und Jugend

Geboren wurde ich 1961 als Kind protestantischer Eltern in einer süddeutschen Kreisstadt. Wir lebten in einem Vorort, der früher ein eigenes Dorf gewesen war und erst später eingemeindet wurde. Dort gab es nur eine einzige röm.-katholische Familie, alle anderen Einwohner waren Protestanten. In der Grundschule war die Tochter dieser Familie eine Klassenkameradin von mir, die ich eigentlich ganz gerne mochte. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass es mir strengstens verboten war, sie zu besuchen, denn mir wurde gesagt, dass es eine Schande für unsere Familie wäre, wenn jemand davon erfahren würde. In späteren Jahren wuchs die Toleranz in dieser Hinsicht. Wenn auch die Mehrzahl der Einwohner protestantisch ist, so gibt es doch mittlerweile auch viele Katholiken und mehrere röm.-kath. Kirchengemeinden in der Stadt.

Meine Eltern glaubten zwar an Gott, aber sie praktizierten ihren Glauben nicht, d.h. wir gingen sonntags nicht in die Kirche, beteten nicht, zumindest nicht gemeinsam oder vor den Mahlzeiten und Gott war kein Thema bei uns zu Hause.

Im Haus meiner Großeltern wohnte allerdings eine alte, evangelische Diakonissenschwester, die früher Kindergärtnerin gewesen war. Sie war wie ein Licht für mich. Immer wenn ich meine Großeltern besuchte, nutzte ich jede Gelegenheit um zu „entwischen" und diese Schwester zu

Niels Christian Hvidt, Das Wunder des Heiligen Feuers von Jerusalem


CHRIST IS RISEN! INDEED, HE IS RISEN!


Niels Christian Hvidt, 

Das Wunder des Heiligen Feuers von Jerusalem

Quelle:

http://www.holyfire.org

http://www.holyfire.org/file/Deutsh_Das_Wunder_des_Heiligen_Feuers.htm

HOLY FIRE

"Am Heiligen Samstag sammeln sich die Gläubigen in großenGruppen in der Grabeskirche, da an diesem Tag Feuer vom Himmel herabkommt unddie Lampen in der Kirche entzündet." So liest man in einem der vielenOsterreiseführer des Heiligen Landes.

"Das Wunder des heiligen Feuers" ist den orthodoxen Christen als das"größte aller christlichen Wunder" bekannt. Es findet jedes Jahr zur selben Zeit, aufdie selbe Art und am selben Ort statt. Von keinem anderen Wunder ist bekannt,dass es mit einer solchen Regelmäßigkeit und für so einegroße Zeitspanne geschieht. Man kann über dieses Wunder bereits inQuellen aus dem achten Jahrhundert lesen. Das Wunder ereignet sich in derGrabeskirche in Jerusalem, für Millionen von Gläubigen der heiligsteOrt auf der Erde. Die Grabeskirche selbst ist ein rätselhafter Ort.Theologen, Historiker und Archäologen nehmen an, dass die Kirche sowohlGolgatha, den kleinen Hügel, auf dem Jesus Christus gekreuzigt wurde, alsauch das "neue Grab", nahe bei Golgatha, wo sein Leichnam, wie in

Hl. Johannes Maximowitsch von Shanghai und San Francisco (+1966) - 2. Juli


ST JOHN MAXIMOVITCH OF SAN FRANCISCO


Hl. Johannes Maximowitsch

von Shanghai und San Francisco (+1966)

2. Juli

Hl. Johannes von Shanghai und San Francisco (weltlicher Name Michail Borissowitsch Maximowitsch, russisch Михаил Борисович Максимо́вич; * 4. Juni (jul.)/ 16. Juni 1896 (greg.) im Dorf Adamowka im Gouvernement Charkow (heute Ukraine); † 2. Juli 1966 in Seattle) war Bischof der Russischen Auslandskirche und ist ein Heiliger der Orthodoxen Kirche. Von vielen orthodoxen Christen wird er als Wundertäter verehrt.

Leben

Michail ist aus der Familie Maximowitsch, der auch der in ebenfalls in der orthodoxen Kirche heiliggesprochene Johannes von Tobolsk (1651–1715) entstammt. Der Vater Michail war adeliger Marschall und sein Onkel Rektor der Kiewer Universität. Von 1907 bis 1914 besuchte er die Militärschule von Poltava, 1918 schloss er sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität in Charkiw ab. 1921, in der Zeit des russischen Bürgerkriegs, kam die Familie nach Belgrad, wo Michail bis 1925 an der dortigen Universität Theologie studierte. 1924 wurde er von Metropolit Antoni Chrapowizki zum Lektor in der russisch orthodoxen Kirche ordiniert. 1926 empfing er als Johannes die Tonsur zum Mönchsstand und am 21. November desselben Jahres wurde er zum Mönchspriester geweiht. Von 1925 bis 1927 war er Religionslehrer an einer staatlichen serbischen Schule und von 1929 bis 1934 war er Lehrer und Tutor am serbischen Seminar des