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Donnerstag, 17. Januar 2019

Was wenn der Mensch früher ein nachlässiges Leben geführt hat und deshalb dem Versucher große Macht über sich gegeben hat, jetzt aber den Wunsch hat, sich zu bessern, ein aufmerksames Leben zu führen – kämpft dann der Teufel gegen ihn? - Hl. Paisios vom Berg Athos, Griechenland (+1994)


HL. PAISIOS VOM BERG ATHOS



—Vater Paisios, was wenn der Mensch früher ein nachlässiges Leben geführt hat und deshalb dem Versucher große Macht über sich gegeben hat, jetzt aber den Wunsch hat, sich zu bessern, ein aufmerksames Leben zu führen – kämpft dann der Teufel gegen ihn?

Hl. Paisios vom Berg Athos, Griechenland (+1994):

—Bei der Hinwendung des Menschen zu Gott, bekommt er von Ihm die am Anfang des Weges nötige Kraft, Erleuchtung und Trost. Aber sobald der Mensch den geistigen Kampf beginnt, fängt der Feind umgehend mit ihm zu kämpfen an. Das ist dann der Augenblick, wenn es erforderlich ist, ein wenig Ausdauer zu zeigen. Wie werden andernfalls die Leidenschaften ausgerottet? Wie wird der Auszug des alten Menschen vonstattengehen? Wie wird der Hochmut verschwinden? So aber wird ein Mensch verstehen, dass er mit seinen eigenen Kräften nichts tun kann. Er bittet demütig um die Gnade Gottes, und die Demut kommt in ihm auf. Dasselbe geschieht, wenn jemand eine schlechte Gewohnheit hinter sich lassen will, z. B. das Rauchen, Drogen oder den Alkohol. Am Anfang fühlt er Freude und lässt von dieser Gewohnheit ab. Dann sieht er wie andere rauchen, Drogen zu sich nehmen, trinken und geht einen schweren Kampf durch. Wenn der Mensch diesen Kampf siegreich überwindet, dann wird es ihm danach nicht mehr schwerfallen, dieser Leidenschaft abzusagen, ihr den Rücken zuzukehren. Es ist nötig auch ein wenig Askese zu üben, zu kämpfen.

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